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	<title>Ole in Kanada</title>
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		<title>Das schönste Ende der Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 02:10:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute Abend schreibe ich vom Finis Terrae. Der Tickle Inn (www.tickleinn.net) liegt am Ende der Northern Peninsula, im äußersten Norden von Newfoundland (hab´ inzwischen gelernt, dass “Newfoundland” wie “Njufenläänd” ausgesprochen wird!). Danach kommt nur noch Baffin Island und Grönland. Auf den letzten 50, 60 Kilometern hierher habe ich keine Menschenseele mehr gesehen. Nur nebelverhangene Waschküche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-511" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/das-schonste-ende-der-welt/attachment/dsc_0937/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-511" title="DSC_0937" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/DSC_0937-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Heute Abend schreibe ich vom Finis Terrae. Der Tickle Inn (<a href="http://www.tickleinn.net" target="_blank">www.tickleinn.net</a>) liegt am Ende der Northern Peninsula, im äußersten Norden von Newfoundland (hab´ inzwischen gelernt, dass “Newfoundland” wie “Njufenläänd” ausgesprochen wird!). Danach kommt nur noch Baffin Island und Grönland. Auf den letzten 50, 60 Kilometern hierher habe ich keine Menschenseele mehr gesehen. Nur nebelverhangene Waschküche und mickrigen Wald. Die Außentemperatur war auch im Keller. <span id="more-508"></span>Ganze neun Grad hat´s hier, das sei normal, versicherte mir der Tankwart in Port-au-Choix. Alles in allem ein komisches Gefühl bei der Anreise, an der Grenze zu mulmig. In solchen Fällen hoffe ich immer, dass die gebuchte Bleibe alles wieder rausreisst. Oder dass zumindest der Teppichboden nicht versifft ist .. <img src='http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a rel="attachment wp-att-512" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/das-schonste-ende-der-welt/attachment/dsc_0910/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-512" title="DSC_0910" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/DSC_0910-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Und was passiert? Während ich dies schreibe, würde ich am liebsten einziehen. Das Haus kaufen, darin Wurzeln schlagen. Der Tickle Inn ist urgemütlich. Vier knuddelige Zimmer, Holzdeelen, niedrige Decken. Bullerofenatmossphäre wie bei Muttern. Gerade habe ich unten in der Küche zu Abend gegessen. Es gab “Chicken Wellington” mit “Partridgeberry Sauce”, gefüllte Hühnerbrust mit Rebhuhnbeerensoße, zubereitet von Sophie, der guten Seele des Hauses. Seit vier Generationen gehört das Haus der Adamsfamilie. David Adams und seine Frau Barbara haben mich empfangen wie einen verlorenen Sohn und nach dem Dinner Anekdoten aus ihrem Leben hier oben erzählt. Jetzt sitze ich oben in meinem Zimmer und surfe im Netz. Jep, WLAN auch hier in der nördlichsten Bleibe der Insel!</p>
<p>Résumé des Tages: Trotz Schietwetter wieder ein Klassetag! Wenn die Sonne durchkam, dann explosionsartig! Erst bin ich noch mal nach Trout River gefahren und habe im Seaside Restaurant <a href="http://(www.grosmorne.com/victorianmanor/seaside.htm" target="_blank">(www.grosmorne.com/victorianmanor/seaside.htm</a>) gefrühstückt.<br />
Dann auf dem Highway 430 quer durch den Gros Morne National Park nach Rocky Harbour. Hier befindet sich die Parkverwaltung, hier strebt der Highway geradewegs nach Norden. Marketing-Experten haben die knapp 500 km lange Strecke von Deer Lake nach St. Anthony “Viking Trail” (<a href="http://www.vikingtrail.org" target="_blank">www.vikingtrail.org</a>) getauft. Ein Geniestreich &#8211; Die Wikinger, die vor 1000 Jahren unweit vom Tickle Inn bei L´Anse-aux-Meadows landeten, sind zwar längst wieder im Nebel der Geschichte verschwunden. Doch unterwegs in dieser kraftvollen Kulisse &#8211; rechts die steilen Long Range Mountains, links der St. Lorenz-Golf und Labrador als schmaler Streifen am Horizont &#8211; konnte ich mir Drachensegel am Horizont bestens vorstellen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-513" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/das-schonste-ende-der-welt/attachment/dsc_0941-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-513" title="DSC_0941" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/DSC_09411-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Die Wikinger sind der Hauptgrund für meinen Abstecher hierher. Was ich vorher nicht wusste: Auch die baskischen Fischer haben jede Menge Spuren in dieser Gegend hinterlassen. In Plum Point wies ein Schild auf sie hin. Im frühen 17. Jahrhundert trockneten sie auf der vorgelagerten Insel Old Ferrolle Island ihren Fang. Weil ich mich für historische Fußnoten interessiere (bitte melden, wenn das nervt!!), habe ich im Plum Point Motel (<a href="http://www.tripadvisor.com/Hotel_Review-g154962-d1507488-Reviews-Plum_Point_Motel-Newfoundland_and_Labrador.html" target="_blank">www.tripadvisor.com</a>) ein Wassertaxi organisiert und mich übersetzen lassen. Der Junge am Außenborder hieß Shaun. Von seinem Englisch habe ich kein Wort verstanden &#8211; ein echter “local” <img src='http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Shaun hat mir die kreuz und quer über den Kieselstrand verlaufenden “Straßen” gezeigt. So nennen sie hier die schnurgerade angeordneten Reihen flacher Steinplatten, aus denen man sich drüben in Plum Point lange keinen Reim machen konnte (<a href="http://www.landoffirstcontact.ca/sites/46-plum-point" target="_blank">www.landoffirstcontact.ca/sites/46-plum-point</a>). Inzwischen gilt die Lehrmeinung, dass die Fischer aus dem Baskenland hier ihre Kabeljaus zum Trocknen auslegten und jede Schiffsbesatzung mit den Plattenreihen ihre Ladung markierte. Etwas landeinwärts waren parallel zueinander verlaufende, grasüberwachsene Erdwälle zu sehen. Wahrscheinlich die Fundamente baskischer Häuser!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-514" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/das-schonste-ende-der-welt/attachment/dsc_0932/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-514" title="DSC_0932" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/DSC_0932-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Ich habe deshalb beschlossen, auf dem Rückweg einen Tag drüben in Labrador einzuschieben. In Red Bay haben Archäologen nämlich die größte baskische Walfängerstation Nordamerikas entdeckt ..</p>
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		<title>Wandertag (Gros Morne NP</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 21:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieviele Knochen hat der Mensch? Ich google die Frage. Zum Spaß, weil mir, wie man so schön sagt, heute abend sämtliche Teile meines skelettbildenden Stützgewebes weh tun. Offenbar haben sich andere das auch schon gefragt. Ich erhalte 840 000 Antworten. Ganz oben ist die von gesundheit.de. Babies, steht da, haben 300. Erwachsene dagegen haben nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-486" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/wandertag-gros-morne-np/attachment/dsc_0774/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-486" title="DSC_0774" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0774-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Wieviele Knochen hat der Mensch? Ich google die Frage. Zum Spaß, weil mir, wie man so schön sagt, heute abend sämtliche Teile meines skelettbildenden Stützgewebes weh tun. Offenbar haben sich andere das auch schon gefragt. Ich erhalte 840 000 Antworten. Ganz oben ist die von gesundheit.de. Babies, steht da, haben 300. Erwachsene dagegen haben nur noch 206, davon befinden sich die Hälfte in den Händen und Füßen.<span id="more-485"></span></p>
<p>Das macht Sinn. Ich habe den ganzen heutigen Tag im Gros Morne National Park (<a href="www.pc.gc.ca/eng/pn-np/nl/grosmorne/index.aspx">www.pc.gc.ca/eng/pn-np/nl/grosmorne/index.aspx</a>, <a href="www.grosmornetravel.com/">www.grosmornetravel.com/</a>) mit Wandern verbracht. Der Park ist 1800 qkm groß und wurde 1973 gegründet, um eine fantastische Wildnis aus Fjorden, Bergen, Gletscherseen, Tundren, Sümpfen und Marschen für die Nachwelt zu bewahren. 1987 erhielt der Park den Ehrentitel “UNESCO World Heritage Site”. Wegen seiner geologischen Eigenarten, die ihm auch den Beinamen “geologisches Galapagos” einbrachten.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-487" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/wandertag-gros-morne-np/attachment/dsc_0545/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-487" title="DSC_0545" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0545-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Ich habe mit Geologie nicht viel am Hut und überspringe deshalb den prähistorischen Ozean und die einander berührenden Kontinentalplatten. Außerdem tun mir laut gesundheit.de ungefähr 100 Knochen weh. Im folgenden erkläre ich, warum.</p>
<p>Heute morgen um halb neun ging´s  los. Bin zunächst in Woody Point auf die Straße nach Trout River abgebogen. Toller Blick auf die Bonne Bay vom neuen Besucherzentrum aus. Ein paar Kilometer später dann eine spektakuläre Kulisse: rechts eine grüne, sumpfige Ebene mit steilen Berge dahinter, links ein Land aus Stein und Geröll, das schließlich in einer fast senkrecht aufragenden, vegetationslosen Mesa endet. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Hatte leider nicht genug Weitwinkel. Die Straße verlief genau dort, wo sich diese beiden Landschaften trafen. Habe den Wagen am Trailhead des Green Garden Trail stehen lassen und bin los. Sieben Stunden später war ich wieder am Ausgangspunkt, nach einem Marsch durch windgebeugten borealen Wald, Gärten aus Vulkangestein und der abenteuerlichen Überquerung eines Creek, der eigentlich ein Rinnsal hätte sein sollen, wegen der jüngsten Regenfälle aber zu einem reissenden Fluss angeschwollen war. Niemand sonst war unterwegs. Ich hatte Galapagos ganz für mich allein.</p>
<p>Komischerweise war ich danach noch nicht ausgelastet und habe deshalb den Tableland Trail gemacht. Ein Marsch in eine Mondlandschaft aus Stein und Geröll, Wahnsinn! Am Ende stand ich in einer gewaltigen Felsenarena mit 300 Meter hohen Wänden, an denen noch der Schnee vom letzten Winter. Der Weg zurück zum Auto war´s wohl. Das Balancieren auf den wackligen Steinen war der Killer.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-490" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/wandertag-gros-morne-np/attachment/dsc_0512-2-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-490" title="DSC_0512 2" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/DSC_0512-21-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Jetzt sitze ich neben dem Postamt von Woody Point auf einer Tonne &#8211; nur hier kriege ich ein Signal &#8211; und haue in die Tasten. Zusammen mit ein paar anderen Touristen, die auch nicht auf ihren Laptop verzichten können. Ein komisches Bild &#8230; <img src='http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Wo Vancouver es krachen läßt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 01:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drei Tischreihen, schmucklose Wände aus rotem Ziegelstein, eine massive Theke: Das Diamond (http://www.di6mond.com) konzentriert sich auf´s Nötigste. Die Kundschaft dankt es. Der Laden an Gastown´s Maple Tree Square ist rappelvoll. Nur vor dem Bartender sind noch zwei Plätze frei. Also rauf auf den Hocker, Ellbogen auf die Theke, Augen geradeaus, die Lage geprüft. Der Flüssigkeitspegel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-477" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/wo-vancouver-es-krachen-last/attachment/dsc_0075-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-477" title="DSC_0075" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/DSC_00751-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Drei Tischreihen, schmucklose Wände aus rotem Ziegelstein, eine massive Theke: Das Diamond (<a href="http://www.di6mond.com">http://www.di6mond.com</a>) konzentriert sich auf´s Nötigste. Die Kundschaft dankt es. Der Laden an Gastown´s Maple Tree Square ist rappelvoll. Nur vor dem Bartender sind noch zwei Plätze frei. Also rauf auf den Hocker, Ellbogen auf die Theke, Augen geradeaus, die Lage geprüft. Der Flüssigkeitspegel im Regal stimmt.<span id="more-474"></span><br />
Irgendwann raunt einer “Sie haben Peychaud´s Bitter!”. Wie wahr: Vor der Reihe verchromter Zapfhähne stehen zwei Dutzend Magenbitter-Fläschchen Spalier. Das Fläschchen ganz links enthält besagte Spirituose. “Das heißt, dass sie Dir einen Sazerac mixen können”, flüstert der Nebenmann wieder.</p>
<p><!--more-->Von Vancouver´s Back-to-Basics-Trend habe ich schon gehört. In der Blogosphäre schwärmen kanadische Trinker von diesem angeblich ersten Cocktail der Welt. Bartender Josh Pape, Diamond-Mitinhaber und dieser Tage einer der angesagtesten Cocktailmixer der Stadt, quittiert meine Order mit einem anerkennenden Lächeln. “Nice choice!”, sagt er und macht sich mit der Präzision eines Schweizer Uhrmachers an die Arbeit. Kräuter, Zucker- und Eiswürfel werden gestampft, Buffalo Trace Bourbon und Peychaud´s Bitter abgemessen. Jeder Handgriff sitzt. An Ende schiebt Josh die bräunlich rote Mixtur in einem altmodischen Cocktailglas über die Theke und spricht feierlich: “Der Apotheker Antoine Amédée Peychaud kreierte diesen Cocktail um 1830 in New Orleans. Enjoy!” Sein schweres Aroma erobert mich in mehreren Wellen. Die letzte entführt mich tatsächlich in Peychaud´s Giftküche im French Quarter ..</p>
<p>Dank eines guten öffentlichen Nahverkehrsnetzes sind nächtliche Trebegänge in Vancouver ein unkompliziertes Vergnügen. Angesagte Viertel: die Downtown mit ihren Nachtklubs, Bars und Diskos an Robson, Georgia und Granville Street, das schicke West End (<a href="http://www.thewestend.ca">www.thewestend.ca</a>) mit seinen Klubs und Lounges an Robson und Denman Street, die re-vitalisierte Altstadt Gastown (<a href="http://www.gastown.org">www.gastown.org</a>) mit ihren Bars und Pubs und das fashionable Yaletown (www.yaletowninfo.com) am False Creek mit den derzeit besten Restaurants der Stadt.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-478" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/wo-vancouver-es-krachen-last/attachment/image35/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-478" title="image35" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/image35-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Die Stadt, aus der Greenpeace und postmoderne Schlüsselbegriffe wie “Generation X” und “Cyber Space” stammen, bleibt ihrer Trendsetterrolle auch nach Sonnenuntergang treu. Vancouver ist eine typische Westküstenstadt, kaum mehr als 120 Jahre alt. Die multikulturelle Bevölkerung ist jung und für alles Neue offen ist und erachtet bei Tisch die Verfügbarkeit selbst der verrücktesten Ingredienzien als selbstverständlich. Das gilt auch für den Drink nach Büroschluss. Bar-Blogs wie <a href="http://vancouverbars.net">http://vancouverbars.ne</a>t/ nennen Vancouver die neue Cocktail-Hauptstadt des Kontinents. Ständig machen neue Joints wie das Diamond auf. An der Theke des Chambar Belgian Restaurant in der Downtown (<a href="http://www.chambar.com">www.chambar.com</a>) mixen preisgekrönte Bartender angesagte, anderswo kaum zu findende Cocktails wie “Blue Fig”, eine gewöhnungsbesdürftige, am Ende aber süchtig machende und mit dänischem Schimmelkäse servierte Droge aus Gin, in Wodka eingeweichten Oliven und Eis. “Mures Sauvages” bringt Anis und Blaubeeren mit Gin, Tuaca und frischem Ananassaft zusammen. “Kentucky Savoir Faire” heißt eine elegante Mixtur aus Bourbon, Dubonnet, Schokolade-Bitter, Pomegranate Molasse und frischer Lemone. Auch die Bartender der Bars im DB Bistro Moderne (<a href="http://www.dbbistro.ca">www.dbbistro.ca</a>) in Kitsilano, im Opus Hotel (<a href="http://www.opusbar.c">www.opusbar.c</a>a) in Yaletown und im Sanafir Restaurant (<a href="http://www.sanafir.ca">www.sanafir.ca</a>) in Downtown kreieren traditionsreiches Gesöff nach alten, oft selbst recherchierten Rezepturen. Wer hier arglos einen Manhattan oder Cosmopolitan bestellt, muß mit einem Stirnrunzeln rechnen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-479" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/wo-vancouver-es-krachen-last/attachment/image18/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-479" title="image18" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/image18-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Und wo geht´s nach dem Cocktail hin? “Wer in Vancouver ausgeht, bleibt früher oder später irgendwo auf der Granville Street hängen”, sagt Jens Marquard, “dort kann man in elektronischen Klubs, in Pubs und in urigen Musikkneipen abhängen.” Der gebürtige Deutsche ist als Promoter und Event Coordinator in der Szene der Stadt bekannt wie ein bunter Hund. Ich treffe ihn im Afterglow (<a href="http://www.glowbalgrill.com">www.glowbalgrill.com</a>), einem schicken Grillrestaurant mit Satay-Bar in Yaletown und für Nachtschwärmer gerade der beliebteste Ort zum Warmlaufen. “Seit vier, fünf Jahren schließt Vancouver´s Nachtleben zu Europa auf”, weiß der Nightlife-Experte, “trotz Sperrstunde um drei Uhr morgens.” Was Marquard damit meint, lerne ich auf dem Weg hinauf zur Granville Street. Wegen der Sperrstunde gehen die Vancouverites relativ früh aus &#8211; und feiern deshalb umso intensiver. Auf der Granville Street ist schon um halb zehn Uhr der Bär los. Trebegänger jeden Alters stehen vor unscheinbaren Läden Schlange. Wir steuern das Ginger 62 (<a href="http://www.ginger62.com">www.ginger62.com</a>) an, einen angesagten Treff der Jungen und Schönen der Stadt. Zwei deutsche DJ´s legen in dieser Nacht auf, es wummert, dass die Hosenbeine zittern. Menschen in Partylaune lümmeln sich in  Sesseln und Sofas, fallen einander in die Arme, verrenken sich auf einer kleinen Tanzfläche. Champagner fließt in Strömen, wer ihn spendiert hat, weiß keiner so genau. Marquardt strahlt. “Viele Läden hier wurden rechtzeitig zur Olympiade renoviert. Die Gesetzgebung wurde angepaßt. Anstatt bis Mitternach dürfen Restaurants jetzt bis zwei Uhr auf bleiben. Wenn sie jetzt noch die Sperrstunde um drei Uhr aufheben würden ..”</p>
<p>Für diesen Abend empfiehlt man mir noch diverse Spots.  Der ebenfalls an der Granville Street liegende Roxy Nightclub (<a href="http://www.theroxyvan.com">www.theroxyvan.com</a>), der Fortune Sound Club im Herzen von Chinatown sowie der Railway Club (<a href="http://www.therailwayclub.com">www.therailwayclub.com</a>) und das Modern (<a href="http://www.dhmbars.ca">www.dhmbars.ca</a>) sollen auch nicht von schlechten Eltern sein. Um zwei Uhr werfe ich jedoch das Handtuch. Und nehme mir vor, am nächsten Abend noch einmal das Diamond zu besuchen. Da sollen sie nämlich die alte “Speakeasy”-Tradition pflegen. Und einem, wenn man behutsam nach dem “Office” fragt, angeblich zu einem ganz besonderen Ort hinter den Kulissen führen ..</p>
<p><a rel="attachment wp-att-480" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/wo-vancouver-es-krachen-last/attachment/image28/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-480" title="image28" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/image28-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a></p>
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		<title>Von Grand Falls nach Woody Point (Gros Morne NP)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 00:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aunt Jane´s Place (www.grosmorne.com/victorianmanor/janes.htm), Woody Point. Klasse Tag heute, dabei fing er bescheiden an, mit Regen, Nebel und gerade mal 11 Grad. In solchen Fällen frage ich mich gern, warum zum Teufel ich nicht in wärmeren Gefilden unterwegs bin. Kalifornien oder so. Gut, dass wieder ein Tim in der Nähe war ..
Bis Deer Lake passierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-454" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0751/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-454" title="DSC_0751" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0751-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Aunt Jane´s Place (<a href="http://www.grosmorne.com/victorianmanor/janes.htm">www.grosmorne.com/victorianmanor/janes.htm</a>), Woody Point. Klasse Tag heute, dabei fing er bescheiden an, mit Regen, Nebel und gerade mal 11 Grad. In solchen Fällen frage ich mich gern, warum zum Teufel ich nicht in wärmeren Gefilden unterwegs bin. Kalifornien oder so. Gut, dass wieder ein Tim in der Nähe war ..<span id="more-452"></span></p>
<p>Bis Deer Lake passierte nichts. Der TCH war wie leer gefegt, nur ein paar Miet-Camper waren unterwegs, wahrscheinlich Touristen aus Deutschland. Radio an, Dr. Laura hören. Einem Pärchen aus Saarbrücken beim Tanken geholfen. Die hatten noch nicht herausgefunden, wo der Tankdeckel war.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-458" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0671-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-458" title="DSC_0671" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_06711-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Deer Lake: Holzfäller, Sägewerke, Zellstoff und Papier, die Stadtgeschichte ist schnell erzählt, dann Krise und Abwanderung, dann die Diversifizierung mit Hilfe von Geld aus Ottawa. Die Papierfabrik gibt´s noch, es gibt auch einen Flughafen mit Verbindungen zum Rest Kanadas. Alles in allem ein stocknüchterner Ort, der nur eine Funktion hat: jeden in der Umgebung mit dem zu versorgen, was er oder sie für den jeweiligen Lebensabschnitt braucht.</p>
<p>Ich mag das (hab´ ich´s schon gesagt?!). Trotzdem habe ich mich nicht lange aufgehalten und bin auf den Hwy. 430. Eine schöne, zweispurige Straße in die Berge, bekannter ist sie als Viking Trail (<a href="www.vikingtrail.org">www.vikingtrail.org</a>). Nach rund 400 km endet sie in St. Anthony, dem angeblich einzigen Ort mit Ampel da oben. Bin gespannt auf den Wikinger-Tourismus.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-459" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0758/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-459" title="DSC_0758" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0758-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Doch zuerst kam noch der Gros Morne National Park (<a href="www.grosmorne.com">www.grosmorne.com</a>). Hab heute noch nicht viel von diesem Nationalpark gesehen, es war schon spät, als ich in Wiltondale auf die Bonne Bay Road abbog. Die Bonne Bay trennt die Northern Peninsula, auf der Karte der lange Zeigefinger links oben, vom Rest der Insel, eine tolle, fjordähnliche Bucht, von steilen Bergen umstellt. Die Straße mogelt sich einen handtuchbreiten Uferstreifen entlang, es geht auf und ab, über kleinen Brücken und an kleinen Häusschen mit Motorbooten in der Einfahrt vorbei.</p>
<p>Das Wetter in Newfoundland ist übrigens absolut nicht voraussagbar. Das einzige, worauf man sich verlassen kann, ist, dass alles anders kommt ans angekündigt. Also nicht verzagen, wenn zehn Tage Regen am Stück angesagt sind. Irgendwo stiehlt sich das Licht immer durch! Als ich in einer Ausbeulung der Straße Woody Point <a rel="attachment wp-att-460" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0747/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-460" title="DSC_0747" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0747-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>sehe, öffnet sich der Himmel plötzlich wie ein Vorhang und läßt die Sonne durch. Das Dorf, die Kirche, der Leuchtturm, die Bay, die Berge, soviele Wow-Bilder, dass ich für die letzten Kilometer zwei Stunden brauche.!Aunt Jane´ s Place finde ich sofort. Zwei, drei Kurven, dann bin ich unten am Wasser, die Main Street kurvt am Granite Café vorbei &#8211; da trinke ich morgen früh meinen Expresso, yesss &#8211; dann sichte ich das B&amp;B auf der linken Straßenseite. Ein einfaches, gelbes Holzhaus, das früher ein Store war und in der Lobby noch die alte Registrierkasse aufbewahrt. Drei nette Damen hinter der Rezeption scheinen nur auf mich gewartet zu haben. Wieder schlägt neufundländische Gastfreundschaft über mir zusammen. Abends treibe ich mich im Dorf herum und mache Bilder. Der Haufen Brennholz gegenüber von Aunt Jane´s hat es mir besonders angetan: Jeder kann ein Bündel mitnehmen, man bezahlt, indem man das Geld in den kleinen Kasten darüber steckt. Das “Honour System” scheint zu funktionen .. In Woody Point habe ich zum ersten Mal das Gefühl, angekommen zu sein.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-461" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0759/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-461" title="DSC_0759" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0759-225x336.jpg" alt="" width="225" height="336" /></a><a rel="attachment wp-att-462" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/452/attachment/dsc_0684/"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-462" title="DSC_0684" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0684-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a></p>
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		<title>Golden (BC): Aug` in Aug` mit dem Wolf</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 21:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Northern Lights Wildlife Wolf Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf]]></category>
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		<description><![CDATA[Kanada wie im Dia-Vortrag: Der Gebirgsbach plätschert rein und klar, Steine und Felsbrocken, die man auch im Garten zuhause gern hätte, liegen zehntausendfach herum, bleiche Baumskelette schlagen Brücken, die man einfach überqueren muß. Am Ufer gegenüber wartet ineinander verknotetes Dickicht, undurchdringlich, dunkelgrün, fast schwarz. Ein toller Abenteuerspielplatz. Fehlt nur noch der Wolf. Wäre ja zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-422" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/golden-bc-aug-in-aug-mit-dem-wolf/attachment/dsc_0337-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-422" title="Wölfin Maya" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_03371-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Kanada wie im Dia-Vortrag: Der Gebirgsbach plätschert rein und klar, Steine und Felsbrocken, die man auch im Garten zuhause gern hätte, liegen zehntausendfach herum, bleiche Baumskelette schlagen Brücken, die man einfach überqueren muß. Am Ufer gegenüber wartet ineinander verknotetes Dickicht, undurchdringlich, dunkelgrün, fast schwarz. Ein toller Abenteuerspielplatz. Fehlt nur noch der Wolf. Wäre ja zu schön, wenn jetzt einer über den Bach springen würde.</p>
<p><span id="more-418"></span></p>
<p>Casey Black lächelt. Er weiß, was seine Gästen denken, wenn er sie hierher bringt. “Paßt auf”, sagt er und tippt leise auf die Plastikbüchse unter seinem Arm. Doch erst passiert nichts. Dann aber fühlen wir uns beobachtet. Eine neue Präsenz scheint alle Energie aus diesem Ort zu saugen. Noch ist nichts zu sehen. Wir blinzeln mit den Augen, die Kameras schußbereit. “Da”, flüstert Casey, und trommelt, tap, tap, tap, noch einmal leise auf der Büchse. Und tatsächlich, ist das nicht ein Schatten, der da durch das Dickicht irrlichtert? Minutenlang treibt er konturlos hin und her, dann aber hält er an und nimmt Gestalt an. Zuerst werden zwei bernsteinfarbene Augen sichtbar. Regungslos starren sie zu uns herüber. Dann schiebt sich ein grau-schwarzer <a rel="attachment wp-att-423" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/golden-bc-aug-in-aug-mit-dem-wolf/attachment/dsc_0380/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-423" title="Maya und Casey" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0380-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Kopf durch das Blattwerk. “Hallo Maya”, sagt Casey leise, fischt ein Stück Fleisch aus der Büchse und wirft es über den Bach. Die Wölfin fängt es gekonnt mit dem Maul auf und löst sich vollends aus dem Dickicht. Lange Beine kommen in Sicht und Pfoten doppelt so groß wie die eines Hundes dieser Größe. Darüber eine hohe, schmale Brust, wie gemacht für die Fortbewegung im tiefen Schnee. Und darüber ein scheu blickendes Gesicht. Maya springt auf einen Felsen und peilt die Lage. Jede unserer Bewegungen registriert sie, kein Knacken im Unterholz entgeht ihr. Erst als sie sich absolut sicher fühlt, kommt sie zu uns hinüber. Allerdings nicht geradewegs: Weil sie uns passieren müßte, um zu Casey zu gelangen, macht sie einen großen Bogen um uns. “Euch kennt sie nicht, da ist sie vorsichtig”, schmunzelt der massige Mann. Als Maya ihn endlich erreicht, streicht sie leicht um seine Beine. Dabei läßt sie uns keine Sekunde aus den Augen. Einen Lidschlag später verschmilzt sie wieder mit dem Wald.</p>
<p>Zugegeben: Ein bißchen haben wir schon gemogelt bei diesem Treffen. Maya wurde nämlich in Gefangenschaft geboren. Zu Casey und seiner Frau Shelley, den Betreibern, kam sie, als sie sechs Wochen alt war. Aus der Prägephase war sie da allerdings schon heraus, und deshalb blieb sie scheu und extrem mißtrauisch. Zusammen mit Aspen, Tuk, Wiley, Moab und Keehta, wie sie in Gefangenschaft geboren, lebt die Timberwölfin im über 5000 qm großen Gehege des Northern Lights Wildlife Wolf Centre (<a href="http://www.northernlightswildlife.com">www.northernlightswildlife.com</a>) am Stadtrand von Golden (British Columbia, <a href="http://www.tourismgolden.com">www.tourismgolden.com</a>). Hier erklären Casey und Shelley und eine Handvoll engagierter Helfer ihren Gästen, dass Wölfe keine blutrünstige Killermaschinen sind, sondern intelligente, soziale, liebevolle und verspielte Individuen. Der Eintritt kostet nur ein paar Dollar. Wer 150 Dollar auf den Tisch legt, kann <a rel="attachment wp-att-424" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/golden-bc-aug-in-aug-mit-dem-wolf/attachment/dsc_0363/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-424" title="Maya" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0363-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>mit den “Alpha-Tieren” Casey und Shelley in den Busch ziehen und Maya &amp; Co. ohne Zaun und Gitter in ihrem natürlichen Element erleben und fotografieren. Man fährt getrennt zum Treffpunkt in der Wildnis, dann lassen Casey und Shelley die Wölfe frei &#8211; und bitten die Gäste, leise oder gar nicht zu reden und jede schnelle Bewegungen zu unterlassen. Die Besucher zahlen diesen Betrag, ohne mit der Wimper zu zucken. “In dem Augenblick, wo ich fast auf Tuchfühlung mit dem Wolf bin, ist das Geld für mich nur Papier”, erklärt ein Gast nach einem “walk with wolves” begeistert.</p>
<p>Die Aufklärungsarbeit des Zentrums ist bitter nötig. Vier der berühmtesten Nationalparks Kanadas &#8211; die zusammenhängenden Wildnisgebiete Yoho, Banff, Jasper und Kootenay &#8211; liegen gleich vor der Haustür, weitere Aushängeschilder des kanadischen Nationalparksystems &#8211; Glacier, Waterton und Revelstoke &#8211; sind nicht auch nicht weit. Paradiesische Verhältnisse für Wölfe? Sadie Parr, eine der Helferinnen des Wolf Centre, widerspricht. “Kanada ist zwar das Land mit dem zweitgrößten Wolfsbestand der Welt, aber in Banff, Yoho, Kootenay und Jasper leben keine 70 Tiere mehr!” Wölfe sind in Kanada Freiwild. Farmer und Rancher betrachten sie als Ungeziefer. Nur in Nationalparks stehen sie unter Schutz. Doch auch dort finden sie in direkt oder indirekt durch Menschenhand den Tod.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-425" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/golden-bc-aug-in-aug-mit-dem-wolf/attachment/dsc_0340/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-425" title="Maya" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0340-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Statistiken belegen, dass der Bestand auch in den Parks Banff, Jasper, Yoho und Kootenay dramatisch zusammen geschmolzen ist. Allein im nur 6600 qkm großen Banff National Park, der durch den Trans Canada Highway und die Schienen der Canadian Pacific Railroad zweigeteilt und alljährlich von mehreren Millionen Menschen besucht wird, starben zwischen 1981 und 1998 dreißig Wölfe im Autoverkehr und neun auf den Schienen. Bis heute sind Eisenbahn und Autos die größten Wolfskiller in diesen vier Parks. Allein im September 2009 wurden hier vier Wölfe von Autos getötet. Tierschützer bezeichnen die von der kanadischen Regierungsbehörde Parks Canada neben den Highways gebauten Zäune, die das Wild von den Straßen fernhalten sollen, deshalb als Makulatur. “Was helfen die stärksten Zäune, wenn sie nicht regelmäßig auf Löcher kontrolliert werden? Was helfen Geschwindigkeitsbegrenzungen, wenn sie nicht durchgesetzt werden?” Casey, eher ein schweigsamer Typ, redet sich in Rage. “Wenn die Regierung unsere Wölfe wirklich retten wollte, würde sie den Massentourismus rund um Banff vernünftig regulieren.” Die Fragmentierung des Lebensraums der Wölfe sei die größte Gefahr. “Brauchen wir wirklich noch einen Golfplatz, noch einen Supermarkt?” Selbst Parks Canada berichtet auf seiner Homepage, dass die meisten Leute nach Banff kommen, um dort zu shoppen.</p>
<p>Um den Schutz der Wölfe in den zentralen Rocky Mountains voranzutreiben, hat das Northern Lights Wildlife Wolf Centre deshalb die Canadian Wolf Coalition (<a href="http://www.canadianwolfcoalition.com">www.canadianwolfcoalition.com</a>) gegründet. Das wichtigste Anliegen dieser aus Tierschützern und Privatleuten bestehenden Allianz ist es, die Errichtung von 50 km breiten Pufferzonen rund um die Nationalparks voranzutreiben. Die Chancen dafür stehen gut. Auch Parks hat unlängst den Yoho National Park als zu klein für ein gesundes Wolfsrudel bezeichnet. “Wenn die Pufferzonen auch nur einem einzigen Wolf das Leben retten, haben sie sich schon gelohnt”, sagt Casey und trommelt ein letztes Mal auf seiner Büchse. Es dauert nicht lange, bis Maya sich wieder blicken läßt. Unentschlossen schnürt sie am Bachufer auf und ab. Vermißt sie Wiley, der sie sonst begleitet? Oder liegt es an uns, passen wir nicht ins Bild? Nach einer Weile bittet Casey uns, allein zu unserem Wagen zurück zu marschieren. “Sonst kommt sie nicht wieder”, schmunzelt er, und irgendwie scheint ihn das auch zu freuen. “Da kann selbst das Alpha-Tier nichts ausrichten ..”</p>
<p><a rel="attachment wp-att-426" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/british_columbia/golden-bc-aug-in-aug-mit-dem-wolf/attachment/dsc_0436/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-426" title="Pause mit Wölfin" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0436-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a></p>
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		<title>Canadian Badlands: Durch Kanadas Schlechtes Land</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 13:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass wir mitten auf der schnurgeraden Route 56 nach Stettler nur anhalten, um das endlose Grasland zu fotografieren, will der Frau im verbeulten Truck nicht in den Kopf. Schon von weitem habe sie uns gesehen, sagt sie, und gedacht, da stimmt was nicht. Denn wenn es keinen Zaun zu reparieren gäbe, halte hier niemand an. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-386" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/csc_01953/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-386" title="CSC_01953" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/CSC_019531-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Dass wir mitten auf der schnurgeraden Route 56 nach Stettler nur anhalten, um das endlose Grasland zu fotografieren, will der Frau im verbeulten Truck nicht in den Kopf. Schon von weitem habe sie uns gesehen, sagt sie, und gedacht, da stimmt was nicht. Denn wenn es keinen Zaun zu reparieren gäbe, halte hier niemand an. Doch wir können sie beruhigen. Wir haben keine Panne, wir haben bloß Spaß. Die hilfsbereite Seele heißt Stella und ist ein imposantes Cowgirl mit langem Haar und altmodischer Hornbrille. Halb ratlos, halb belustigt, die Ellenbogen schwer auf  das herunter gekurbelte Fenster gestützt, verfolgt sie unser Treiben und macht dabei Konversation. Während wir mit den Objektiven hantieren, erzählt sie uns die Geschichte von ihrem Nachbarn Hank.<span id="more-350"></span></p>
<p><a rel="attachment wp-att-387" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0155-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-387" title="DSC_0155" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_01551-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Hank sei vor zwei Jahren unweit von hier mit der Hand in seinen Mähdrescher geraten. Hier? Wir halten inne. Jep, sagt sie, hier, und nickt über die Motorhaube zum Horizont hinüber. Die Route 56 steigt dort einen kleinen Hügel hinauf, auf ihm wächst der einzige Baum weit und breit. Wir denken an die Coen-Brüder. Kein Land für .. Stadtmenschen? Da oben, sagt Stella, habe Hank zweieinhalb Tage gelegen. Mit der einen Hand im Mähdrescher. Während er mit der anderen versuchte, sein Handy zu erreichen. Dummerweise sei er auf der falschen Seite der Maschine eingeklemmt gewesen, deshalb habe ihn keines der vorbeifahrenden Autos gesehen. Und? Stella macht eine Kunstpause, zweifellos hat sie die Geschichte schon oft erzählt. Well, sagt sie, am Ende habe Hank sich selbst befreit. “Er hat sich die Hand mit dem Taschenmesser abgesäbelt”, sagt sie triumphierend. Was so klingt, als wolle sie sagen, schaut her, wir hier draußen, wir sind alle hart im Nehmen!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-388" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_00091/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-388" title="DSC_00091" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_000911-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Wir sind noch keinen Tag unterwegs, doch schon ist unsere Entdeckungstour durch die Südostecke Albertas genau das. Dies ist nicht das Alberta der millionenfach fotografierten Vorzeige-Attraktionen Banff und Jasper, die man deshalb schon kennt, bevor man ins Flugzeug steigt. Dies sind die Canadian Badlands (<a href="http://www.canadianbadlands.com" target="_blank">www.canadianbadlands.com</a>). Hügelige Prärie bis hinter den Horizont, sparsame Landschaft, dünn oder gar nicht besiedelt. Mit hinein gestanzten Canyons und “Coulées” genannten, meist ausgetrockneten Flussbetten, die für die ersten Siedler “schlechtes Land” waren, weil es hier nichts zu holen gab und die der Autofahrer von heute erlebt wie tiefe, sich unvermittelt öffnende Löcher in einer Welt, die flach wie eine Scheibe ist, am Ende aber, weil nichts den Blick auf die Erdkrümmung verstellt, doch noch unmerklich rund wird. Die Menschen hier sind Insulaner. Insulaner in einem Meer aus Gras. Mit den Insignien ihres Standes &#8211; Rancher und Cowboys tragen Stetsons, Farmer, Trucker und die Angestellten der Alberta Irrigation Projects Association Baseballmützen &#8211; tief in der Stirn. Gelebt wird in verlorenen Käffern, vor denen Getreidesilos, die vielbesungenen “Kathedralen der Prärie”, Wache schieben und Spaliere landwirtschaftlichen Geräts nur darauf zu warten scheinen, abgeschritten zu werden.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-391" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0030-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-391" title="DSC_0030" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00301-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Touristen sind selten hier, sie fliegen immer drüber weg. Von den Cypress Hills auf der Grenze zu Saskatchewan bis zu Kanadas Boom Town Calgary, von Milk River kurz vor Montana bis nach Red Deer im Norden: So selten ist unsereins hier, dass Einheimische sich aufrichtig um unser Wohlbefinden sorgen. Wenn uns das hier gefällt, sagt Stella und macht dabei eine vage Handbewegung Richung Nirgendwo, müssen wir unbedingt in Rowley vorbeischauen, da sei heute abend Pizza Night (<a href="http://www.starlandcounty.com/rowley.htm" target="_blank">www.starlandcounty.com/rowley.htm</a>). Gesagt, getan: Am Ende des Tages rollen wir durch eine Geisterstadt wie aus High Noon. Außer Gary Cooper ist alles da, die Main Street, die falschen Fassaden, überraschend gut erhaltene Frontierarchitektur. Vor hundert Jahren war Rowley eine typische Train Town, eine Eisenbahn-Stadt, in der sich die Farmer und Rancher der Umgebung trafen, um Vorräte zu kaufen und Vieh und Getreide zu verladen. Dann aber, es war nach dem Zweiten Weltkrieg, begann der Verkehr nach und nach an Rowley vorbei zu fließen. Die Silos am Stadtrand verwaisten, eine Familie nach der anderen zog fort. Die letzte Schule schloss 1965, der Bahnhof ebenso, und 1973 gab auch der General Store auf. Ganz tot ist “Rowley, Population: 6” jedoch nicht. Stur trotzen ein paar Einwohner der Zeitläufte. Gemeinsam mit engagierten Fortgezogenen begannen sie irgendwann damit, an jedem letzten Samstag im Monat Pizza zu backen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die “Pizza Night in Rowley”, eine Art Gemeindefest/Party/Familientreff für die ganze Region. Der Erlös fließt in die Instandhaltung der leerstehenden Häuser. Wir parken vor der alten Bank, schlendern an ein paar mit Luftgewehren auf Blechdosen schießenden Kindern vorbei, und geben in der zur Pizzabäckerei umfunktionierten Gemeindehalle unsere Bestellung auf. Danach schlendern wir nach Sam´s hinüber, einen echten Schwingtüren-Saloon mit niedriger Decke, Elchköpfen an den Wänden und Sägespäne auf dem Boden. Sam´s ist rappelvoll, aus den Lautsprechern dudelt Country Musik. Überall sonst in Nordamerika würden Jugendschutzverordnungen greifen. Hier nicht: Männer und Frauen in karierten Hemden stehen und sitzen bei Pizza und Bier der Marke Big Rock, zwischen den Tischen flitzen Kinder hin und her, die Theke ist im Besitz junger Mütter mit Babies. Alle stammen aus Rowley, alle hoffen, irgendwann zurück zu kehren. “Keine hier lebt gern in Drumheller”, sagt eine und erzählt vom Alltag in “the city”. Drumheller, muß man dazu wissen, ist die größte Stadt der Badlands und gilt mit 8000 Einwohnern als Großstadt. “Dort kennt man die Nachbarn nicht, weiß manchmal nicht, was die Kinder gerade so treiben, niemand grüßt.” Im Sam´s hingegen kennt jeder jeden, die Stimmung ist freundlich-aufgekratzt. Wir fotografieren, was der Speicher hergibt. Ein junger Mann namens Billy sieht das und bietet sich an, auch von uns ein Foto zu machen. Und spult ungefragt ab, was noch in den Badlands wir auf keinen Fall verpassen dürfen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-392" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_00806/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-392" title="DSC_00806" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_008061-225x168.jpg" alt="" width="225" height="168" /></a>Andertags: ein Selbstversuch. Eine Stunde lang zuckeln wir im Fußgängertempo über die Route 585. So “schnell” wie vor 120 Jahren die Ochsenkarren der Sodbuster genannten Pioniere. Das hätten wir nicht tun dürfen. Das Haus, der Silo, der Baum, kein einziges der den Horizont punktierenden Objekte will näher kommen. Dem Impuls, das Experiment abzubrechen, müssen wir schon nach fünf Minuten zum ersten Mal widerstehen. Wir sind es nicht mehr gewohnt, dass einfach nichts passiert. Noch mindestens ein Dutzend Mal sind wir drauf und dran, wieder aufs Gaspedal zu steigen. Wir trommeln auf dem Armaturenbrett herum, spielen mit dem Radio, rutschen in den Sitzen herum. Tempo 5 km/h zehrt an den Nerven. Und plötzlich ist die Vorstellung, auf einem Ochsenkarren durch die Badlands zu schaukeln, gar nicht mehr romantisch.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-393" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0007-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-393" title="DSC_0007" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00071-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Doch sonst fahren wir auf diesem herrlichen Patchwork aus Raps- und Weizenfeldern ziemlich schnell. Viel zu schnell, um ehrlich zu sein, aber wer guckt auf solch leeren Straßen schon ständig auf den Tacho? Die Abzweigung zum Dry Island Buffalo Jump Provincial Park  (<a href="http://www.albertaparks.ca/siteinformation.aspx?id=39" target="_blank">www.albertaparks.ca</a>) verpassen wir deshalb um ein Haar. Zehn Minuten später passiert es. Vor uns schmiert die Welt plötzlich ab. An einem Schild steigen wir aus. Bevor sie Pferde hatten, steht da geschrieben, trieben Cree-Indianer hier Büffelherden über die Kante. Wir treten näher und blicken in einen 200 Meter tiefen Canyon. Keine Absperrung, kein Zaun schützt uns vor uns. Ein Parkplatz für ein Handvoll Autos versucht glauben zu machen, dass sich auch mehrere Besucher zugleich hierher verirren. Unten mäandert der Red Deer River durch eine erodierte Landschaft aus Hoodoos und lichten Cottonwood-Wäldern nach Süden, auf der anderen Seite schützt der Namensgeber, eine inselartige Mesa, Fragmente ursprünglicher Prärie. Ein warmer Wind streicht durch´s Gras, sonst rührt sich nichts.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-394" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0136-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-394" title="DSC_0136" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_01361-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Nach ein paar Tagen “on the road” denken wir immer langsamer, immer weniger. Irgendwann schaltet das Hirn automatisch auf Stand-by. Drüben in Amerika sagen sie “Empty your cup” dazu. Auf einer Anhöhe im Writing-on-Stone Provincial Park (<a href="http://www.albertaparks.ca/siteinformation.aspx?id=177" target="_blank">www.albertaparks.ca</a>) gelingt uns das besonders gut. Wir werfen uns ins Gras und genießen den Blick über Canyons, Hoodoos und offene Prärie hinweg auf die 2000 m hohen Sweetgrass Hills, die bereits in Montana liegen. Adler kreisen am Himmel, in unserem Rücken äsen Pronghorn-Antilopen. Niemand ist da, der uns der Exklusivität dieses Moments berauben würde. Auch den anderen “Hingucker” der Badlands brauchen wir kaum mit Besuchern zu teilen. Im Dinosaur Provincial Park (<a href="http://tpr.alberta.ca/parks/dinosaur/index.aspx" target="_blank">tpr.alberta.ca/parks/dinosaur</a>), immerhin ein UNESCO-Titelträger, weil hier mehr bis dahin unbekannte 40 Dinosaurierfossilien aus den Sedimentschichten gekratzt wurden, nehmen wir ein paar der fantastischen Wanderwege durch die Wildwest-Canyons unter die Stiefel. Alles, was wir in dieser urweltlichen Kulisse hören, ist der eigene Pulsschlag. Arbeit? Beruf? Welcher Beruf?</p>
<p><a rel="attachment wp-att-395" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_01371/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-395" title="DSC_01371" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_013711-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Kein Gegenverkehr, kein Sonntagsfahrer und keine Psychopathen, die einem am Heck kleben. Es gibt auch keine McDonalds und Shopping Malls. In den Badlands gibt es nur Originale. Auch die Unterkünfte sind nicht von der Stange. In Coutts, einem von einem hohen Zaun mit Wachtürmen zweigeteilten Nest auf der kanadisch-amerikanischen Grenze, sind wir, für ihre Besitzer gibt es einfache Zimmer, die einzigen menschlichen Gäste in einer von Pferden und Hunden wimmelnden Tierpension (<a href="http://www.couttscrossing.com" target="_blank">www.couttscrossing.com</a>). Im Saloon des Patricia Hotel (<a href="http://www.thepatriciahotel.ca" target="_blank">www.thepatriciahotel.ca</a>) in Patricia braten wir unsere Steaks selbst, im St. Ann Ranch Country Inn (<a href="http://www.saintannranch.com" target="_blank">www.saintannranch.com</a>) hören wir von den Eskapaden der französischen Stadtgründer. Den Vogel schießt Wayne ab. “Population then: 2490. Now: 27”, verkündet das Schild am Ortsrand. Oder warnt es? Wayne ist ein Nest 14 km südöstlich von Drumheller im engen Rosebud River Canyon, am Ende der Rte 10X, die auf dem Weg hierher elf Brücken überquert. Auch Wayne ist noch nicht ganz tot. Ob die Einschusslöcher im Last Chance Saloon noch zu sehen sind, wollten wir eigentlich fragen. Doch der Besitzer des Rosedeer Hotel (leider keine www.), in dem sich das hundert Jahre alte Wasserloch befindet, hat miese Laune. Andertags hören wir, er sei noch am gleichen Abend nach Drumheller gefahren, zum Zahnarzt. Doch das wissen wir noch nicht, deshalb sehen wir uns nun mit einem ungekämmten Grobian in grauem Hausmeisterkittel konfrontiert.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-396" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0174-7/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-396" title="DSC_0174" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_01742-225x333.jpg" alt="" width="225" height="333" /></a>Als Hotelbesitzer müßte er uns eigentlich mit offenen Armen empfangen. Stattdessen blockiert Fred Dayman den Korridor zum Saloon mit verschränkten Armen und starrt uns  herausfordernd an. Die Einschusslöcher, Mr.  Dayman, versuchen wir es noch einmal, von  Lawrence Wilson, der hat doch in den sechziger  Jahren hier im Saloon  gearbeitet, jedenfalls hat man  uns das unterwegs erzählt, und mit seiner 45er soll er  Löcher in die Decke geschossen haben, wenn seine  Kunden nicht zahlen wollten! Dayman kneift die  Augen zusammen und mustert uns von oben bis  unten. Dann rümpft er die Nase und zieht die  Schultern hoch. Stand-off. Was jetzt? Auftritt Cherry,  in Badeschlappen. An einem historischen Airway-  Staubsauger hängend, das Timing ist glänzend,  schiebt sie um die Ecke. “Die haben gebucht, Fred, l  lass´ mich das machen”, schreit sie über den Lärm  der Höllenmaschine. Dann bringt sie das gute Stück  mit einem Fußtritt zum Schweigen und schlurft,  klatsch, klatsch, hinter die Rezeption. “Ihr seid die  einzigen Gäste”, verkündet sie, “sucht Euch oben ein  Zimmer aus.” Gehorsam schleifen wir die Koffer die  steile Treppe hinauf. “Kleiner Tipp, wenn Ihr ruhig  schlafen wollt”, hören wir sie noch rufen. “Nehmt  eines der vorderen Zimmer. Weiter hinten spukt es,  da haben sie während der Depression einen  Gewerkschafter umgelegt!” Das Zimmer, wo es  geschah, ist verschlossen. Traut die Hotelleitung dem  Braten etwa nicht? Während der Nacht bleibt der  Geist des armen Kerls jedenfalls, wo er ist. In unseren alten Gitterbetten schlafen wir tief und fest. Keine Mogelpackung: Albertas Badlands sind eine ehrliche Haut. Wie heißt es hier so schön? “What you see is what you get”.. Nur einmal schrecken wir kurz auf. Es dauert eine Weile, bis wir erkennen, dass es die Stille war. Die absolute, die totale Stille.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-397" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0001-3/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-397" title="DSC_0001" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00012-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a><a rel="attachment wp-att-398" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0033-2/"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-398" title="DSC_0033" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00331-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a><a rel="attachment wp-att-399" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_01352/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-399" title="DSC_01352" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_013521-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a><a rel="attachment wp-att-404" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0057-2/"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-404" title="DSC_0057" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00571-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a><a rel="attachment wp-att-406" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_0060-3/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-406" title="DSC_0060" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00602-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a><a rel="attachment wp-att-407" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/destinationen/alberta/durch-kanadas-schlechtes-land/attachment/dsc_01602/"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-407" title="DSC_01602" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_016021-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a></p>
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		<title>Von Gander nach Grand Falls/2</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 01:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ole's Reisetagebuch]]></category>
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		<description><![CDATA[Union Street Hostel, Grand Falls-Windsor. Nette Bleibe, nicht zu teuer. Heute abend gehe ich mit gemischten Gefühlen schlafen. Ich habe ein tolles Stück Newfoundland gesehen, muss aber auch eine traurige Geschichte verdauen.
Doch nun von vorn. Bin heute morgen wieder früh los. Wetter: durchwachsen.
Nach dem Chicken Salad Sandwich bei Tim ging es zunächst nach Notre Dame [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-289" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/von-gander-nach-grand-falls2/attachment/dsc_0026/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-289" title="DSC_0026" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0026-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Union Street Hostel, Grand Falls-Windsor. Nette Bleibe, nicht zu teuer. Heute abend gehe ich mit gemischten Gefühlen schlafen. Ich habe ein tolles Stück Newfoundland gesehen, muss aber auch eine traurige Geschichte verdauen.</p>
<p>Doch nun von vorn. Bin heute morgen wieder früh los. Wetter: durchwachsen.</p>
<p>Nach dem Chicken Salad Sandwich bei Tim ging es zunächst nach Notre Dame Junction und von dort auf dem Hwy. 340 nach Twilingate am Rand der Notre Dame Bay.<br />
<span id="more-288"></span></p>
<p><a rel="attachment wp-att-290" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/von-gander-nach-grand-falls2/attachment/dsc_0047-2/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-290" title="DSC_0047" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_00471-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Seit dem Ende des Kabeljaufangs 1992 &#8211; übrigens haben sich die Kabeljaubestände trotz Moratorium bis heute nicht erholt &#8211; sucht auch Twilingate sein Heil im Tourismus. Die Resultate sind nicht berauschend. Der größte Trumpf des einstigen Zentrums der Labrador-Fischerei sticht nicht immer: Die sonst im Mai und Juni auf der so genannten Iceberg Alley vorbei driftenden Eisberge kommen nicht mehr so todsicher durch wie früher. Und die Touristensaison ist ohnehin kurz. Befragte deshalb den “Iceberg Finder” auf der Webseite von Tourism Newfoundland &amp; Labrador (<a href="http://www.newfoundlandlabrador.com/icebergFinder" target="_blank">www.newfoundlandlabrador.com/icebergFinder</a>), aber der Link funktionierte nicht.</p>
<p>Egal. Je näher Twilingate kam, desto “neufundländischer” wurde die Landschaft. Die Wälder wurden zu Wäldchen, landeinwärts gebogen:  Gleich bist Du aus den Wäldern, signalisierten sie, gleich kommt der Nordatlantik, und der ist bestimmt nicht so niedlich wie das Mittelmeer. Dann tauchte er auf &#8211; und gleich wieder ab. Eher fühlte sich das, was nun vor der Haube passierte, an wie Inselhüpfen in einem riesigen Binnensee. Über Brücken und Dämme ging es von Insel zu Insel, an Buchten vorbei und durch ein hügeliges Auf und Ab von Felsen und Klippen, wobei sich der Atlantik aus immer neuen Blickwinkeln zeigte. Gegenverkehr war so selten, dass Autofarer per Handzeichen grüßten.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-291" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/von-gander-nach-grand-falls2/attachment/dsc_0013/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-291" title="DSC_0013" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_0013-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Twilingate lag am Ende der Straße. Tolle Fotomotive überall. Bunte, scheinbar planlos zwischen die Felsen gestellte Häusschen mit Motorbooten in der Einfahrt. Volle Wäscheleinen, Bootsrampen, Bojen- und Hummerkäfigstapel. Früher gab es hier mehr Geld, ein paar der Häuser waren richtige Paläste. Fehlten nur noch die Eisberge. Ich bin sofort zum Leuchtturm, dem Long Point Lighthouse, um das Meer nach Eisbergen zu scannen. Nichts. Bei Twilingate Adventure Tours (<a href="http://www.twillingateadventuretours.com" target="_blank">www.twillingateadventuretours.com</a>) konnten sie mir auch nicht helfen. Oben in St. Anthony hätten sie ein paar “bergs” gesichtet, aber die bräuchten noch ein paar Tage bis hierher. Auf einer Ansichtskarte sah ich, was ich verpasste. Ich hasse das. Klasse Shots mit Bootshaus im Vordergrund und Eisberg dahinter. Stattdessen fotografierte ich mich selbst &#8211; als Geist &#8211; und, als das nichts wegkompensierte, einen Teller “Clam Chowder”. So heißt die traditionelle Suppe hier, ein Sattmacher aus Muscheln, Kartoffeln, Zwiebeln und Speckstreifen (mehr unter <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chowder" target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Chowder</a>). Schmeckte prima. Während ich aß, hörte ich die traurige Geschichte von Mary March. Und wurde wieder wach. Mehr unten.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-292" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/von-gander-nach-grand-falls2/attachment/dsc_0143-3/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-292" title="DSC_0143" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/DSC_01432-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a> Am frühen Nachmittag war ich wieder auf dem TCH. Wieder nichts als Wald, rechts, links, vorne, hinten. Schwere Holztransporter kamen mir entgegen. Ziel des Tages: Grand Falls-Windsor (<a href="http://www.townofgrandfallswindsor.com" target="_blank">www.townofgrandfallswindsor.com</a>), die einzige größere Menschenansammlung im Innern von Newfoundland. Vor hundert Jahren gab es die Zwillingsstadt noch gar nicht. Dann stellte ein Zeitungskönig hier eine riesige Papierfabrik in die Wildnis. “The rest is history”, wie man hier sagt.</p>
<p>Mir war Grand Falls-Windsor jedenfalls zu neu, zu nüchtern. Im Nachhinein finde ich, dass Mary March eine schönere Ruhestätte verdient hätte. Denn das Mary March Museum (<a href="http://www.therooms.ca/museum/mary_march_museum.asp" target="_blank">www.therooms.ca/museum/mary_march_museum.asp</a>) widmet sich einem traurigen Flecken auf Kanada´s weißer Weste. Mary March hieß eigentlich Demasduit und war eine der letzten bekannten Beothuk. Die Beothuk-Indianer waren die Ureinwohner Newfoundlands und zu Beginn des 19. Jahrhunderts so gut wie ausgerottet. Nach Plan, wie viele Historiker behaupten. Was von den Beothuk übriggeblieben ist, ist im Museum zu sehen: Mokassins, Pfeilspitzen, Lederbehälter und die beklemmenden Zeugnisse zweier Frauen, Mary March und Shawnadithit, die 1829 als letzte Beothuk in St. John`s an Tuberkulose starb. Das Museum ging mit dieser tragischen Geschichte relativ sachlich um. Allerdings fand ich auch, dass es die Schuld am Ende der Beothuk zu gleichmäßig auf Fischer, Trapper und Micmac-Indianer verteilte. Dabei kam ein salomonisches Ergebnis heraus, dass niemandem weh tat.</p>
<p>Beim Einchecken im Union Street Hostel dachte ich noch immer an Mary March. Erstaunlich, wie nahe die Vergangenheit an einen heran kommt, wenn sie eine persönliche Geschichte erzählt.</p>
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		<title>Von Gander nach Grand Falls</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 17:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ole's Reisetagebuch]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-258" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/von-gander-nach-grand-falls/attachment/dsc_0778-350x522/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-258" title="DSC_0778-350x522" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/DSC_0778-350x5221-225x335.jpg" alt="" width="225" height="335" /></a>Gander war eine nüchterne Angelegenheit &#8211; wohl deshalb machen die offiziellen Homepages der Stadt lieber mit der Wildnis vor den Toren Reklame. Der TCH hält sich hier nicht lange auf. Er brettert mitten durch die 10 000-Einwohner-Stadt, vorbei an kastenförmigen Nutzbauten, in denen von Kettenhotels und Familienrestaurants über Tankstellen und Werkstätten bis zu Autodealern und Shopping Malls &#8211; Gander hat zwei &#8211; alles untergebracht ist, was für den Alltag hier draußen nötig ist.</p>
<p>Mir hat´s trotzdem gefallen. Vielleicht, weil Newfoundland immer so ist: einfach und ehrlich, nichts vorgaukelnd. “What you see is what you get”, sagen sie in Nordamerika dazu, “Du bekommst, was Du siehst, wir drehen Dir keine Mogelpackung an.” Das Hotel Gander (<a href="http://www.hotelgander.com" target="_blank">www.hotelgander.com</a>), wo ich letzte Nacht abgestiegen bin, war auch so, und so war die Mannschaft. Woher ich käme, wohin ich wolle, und was das für ein komischer Akzent sei, der sei aber nicht aus Montréal, das ich beim Einchecken angegeben hatte. Die Dame am Counter war rundum glückliches, schrecklich blondiertes, erbarmungslos neugieriges Neufundländer Urgestein. Sie kannte Gander, als hätte sie es selbst gegründet.<br />
<span id="more-246"></span><br />
Ich fragte nach den amerikanischen Fahnen über einigen Häusern. Nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001, sagte Vera,  seien viele Passagierflugzeuge nach Gander umgeleitet worden. Mehrere hundert Amerikaner seien angesichts der überfüllten Hotels in Privathaushalten untergekommen. “Da lernten sie uns Newfies mal aus der Nähe kennen”, grinste Vera. Und offenbar hätten auch sie gemocht, was sie sahen. Viele hätten noch vor dem Weiterflug ein Wochenendhaus in Gander oder an der Küste gekauft. Vera: “Verglichen mit den USA kostet ein Haus bei uns ja fast nichts. Die bezahlten mit Kreditkarte!”</p>
<p>Das war nicht der einzige Hinweis auf Gander´s Luftfahrt-Connection, den ich erhielt. Viele Straßen tragen die Namen berühmter Piloten, von Chuck Yeager, Charles Lindbergh, Amelia Earhardt &amp; Co., und das North Atlantic Aviation Museum (<a href="http://www.naam.ca" target="_blank">www.naam.ca</a>) dokumentiert mit historischen Flugzeugen die glorreiche Luftfahrtgeschichte der Stadt. Die reicht in die Zeit vor den Passagierjets zurück. Der Gander International Airport begann 1936 als Militärflughafen und erlebte im Zweiten Weltkrieg den Abflug von über 20 000 Jägern und Bombern Richtung Front. Nach dem Krieg wurde er von der zivilen Luftfahrt als Zwischenstopp zum Auftanken bei Transatlantikflügen genutzt &#8211; damals konnten Passagiermaschinen ja noch nicht nonstop hin und her fliegen. Mit dem Aufkommen der Düsenflugzeuge verlor der zeitweilig größte Flughafen der Welt seine Bedeutung. Heute, sagte Vera, sei er für die Stadt eine kostspielige Hypothek, auch, weil die kanadische Luftwaffe, die ihn noch benutze, keine Landegebühren zahlen müsse.</p>
<p>Am späten Vormittag war ich wieder unterwegs. Ich hatte den Tim-Hortons-Kaffee noch gar nicht angerührt, da war Gander schon aus dem Rückspiegel verschwunden. Bald hatte ich meinen Lieblingsfeind wieder: mit Tempo 80 dahin kriechende Camper. Mal ehrlich: Träumen die Leutchen in diesen schrecklichen Dingern auch dann noch von Freiheit und Abenteuer, wenn sie vor Wal-Mart übernachten, um den Campingplatz zu sparen, wenn der Tank auch bei 200 Dollar noch nicht voll ist oder sie im Nationalpark keinen Parkplatz finden, weil ihr Untersatz einfach zu groß ist?</p>
<p>Vera hatte vorgeschlagen, nachts nach Grand Falls zu fahren. Dann sähe ich mehr, im Ernst! Was sie damit gemeint hatte, wurde mir bald klar. Während der nächsten Stunde verschwamm die Welt in Depri-Grün. Fichten und Lärchen, dazwischen schwarze Sümpfe, darüber ein grauer Himmel mit Wolkenfetzen, die an Hügelketten festhängen &#8211; Waschküchenstimmung wie diese hat mich schon im westfälischen Münster genervt! Ich ärgerte mich, kein Hörbuch mitgenommen zu haben, und scannte die Radiokanäle nach Lustig-Musik. Great Big Sea (<a href="http://www.greatbigsea.ca" target="_blank">www.greatbigsea.ca</a>) und Rawlins Cross (<a href="http://www.rawlinscross.com" target="_blank">www.rawlinscross.com</a>), populäre Newfie-Rocker, vertrieben mir die Zeit, und auf Kurzwelle Dr. Laura, die berüchtigte amerikanische Psycho-Talk-Tante, die einmal mehr ihren Anrufern den Kopf wusch. Auf unterstem Niveau natürlich, aber ich gestehe: Ich Grand Falls blieb ich noch eine Weile im Auto sitzen. Warum? Ich musste unbedingt wissen, ob die gehörnte Ehefrau ihren untreuen Gatte am Ende immer noch erschießen wollte oder nicht ..  <img src='http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>St. John`s &#8211; Gander</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 21:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ole's Reisetagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bonavista]]></category>
		<category><![CDATA[Gander]]></category>
		<category><![CDATA[St. John`s]]></category>
		<category><![CDATA[Terra Nova National Park]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Horton´s]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolkenloser blauer Himmel über St. John`s! Mein Zuhause während der Newfoundland-Etappe ist ein grauer Chevy Malibu. Außen unspektakulär, innen eine rollende Wohnzimmergarnitur wie aus den siebziger Jahren. Erinnerungen an die Schrankwand meiner Eltern werden wach. Etwas anderes hatten sie am Mietwagenschalter nicht. Mir soll´s recht sein.
Solange ich bequem sitze und ich den Kaffeebecher abstellen kann.

Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns-gander-2/attachment/dsc_0005-350x234/" rel="attachment wp-att-198"><img src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0005-350x2341-225x150.jpg" alt="" title="DSC_0005-350x234" width="225" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-198" /></a>Wolkenloser blauer Himmel über St. John`s! Mein Zuhause während der Newfoundland-Etappe ist ein grauer Chevy Malibu. Außen unspektakulär, innen eine rollende Wohnzimmergarnitur wie aus den siebziger Jahren. Erinnerungen an die Schrankwand meiner Eltern werden wach. Etwas anderes hatten sie am Mietwagenschalter nicht. Mir soll´s recht sein.<br />
Solange ich bequem sitze und ich den Kaffeebecher abstellen kann.</p>
<p><span id="more-175"></span><br />
<a href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns-gander-2/attachment/dsc_0270_21-350x522/" rel="attachment wp-att-199"><img src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0270_21-350x5221-225x335.jpg" alt="" title="DSC_0270_21-350x522" width="225" height="335" class="alignleft size-thumbnail wp-image-199" /></a>Heute morgen um neun ging es los. Vorher war ich nochmal kurz auf der offiziellen TCH-Homepage. Genau 7821 km sind es von St. John`s nach Victoria. In Batchwana Bay in Ontario ist Halbzeit. Höchster Punkt ist der Kicking Horse Pass (1643m) auf der Grenze zwischen Alberta und British Columbia. 1950 begannen sie mit dem Bau des Highway, 1971 war er fertig. Der NFLD-Abschnitt (St. John`s &#8211; Channel-Port aux Basques) ist 905 km lang, Abstecher nicht mitgerechnet. Inzwischen rechne ich mit 15-, 16 000 Kilometer. Gestern nacht bei O`Reilly´s wollte jemand wissen, warum ich mir das antue. Mir fiel darauf nichts besseres ein als die Antwort der Bergsteiger. Einfach weil sie da ist, diese Straße. Und wohl auch, weil ich ein hoffnungsvoller Romantiker bin.</p>
<p>Apropos Abstecher .. werde mich zusammen reißen müssen, wenn ich jemals in Victoria ankommen will. Den ersten habe ich noch im Großraum St. John´s zur Conception Bay unternommen, um mir Bell Island näher anzusehen. Das Eiland erlebte im Zweiten Weltkrieg die einzigen Kampfhandlungen in Nordamerika. Im Herbst 1942 versenkten deutsche U-Boote hier vier alliierte Erzfrachter. 70 Menschen kamen dabei ums Leben. Doch vor Ort musste ich mich erstmal durchfragen. Kein Schild, kein Denkmal, nichts. Erst nach viel Herumfragerei wurde ich fündig. In einer Falte der Steilküste der Insel lag auf einem schmalen Uferstreifen ein öder Trailerstellplatz. Gleich daneben befand sich das “Mahnmal für den Seemann”. Es bestand aus einem Fahnenmast, ein paar Tafeln mit Namenlisten und einem riesigen Anker. Draußen, nur einen Steinwurf vom Ufer entfernt, dümpelten vier weiße Bojen. Sie markieren die Position der Wracks ..</p>
<p><a href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns-gander-2/attachment/dsc_01743-350x234/" rel="attachment wp-att-200"><img src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_01743-350x2341-225x150.jpg" alt="" title="DSC_01743-350x234" width="225" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-200" /></a>Man kriegt schnell mit, was Newfoundland ausmacht: Die Insel findet an der Küste statt. Dort liegen die Städte und Outports. Das Innere dagegen ist so gut wie leer. Nichts als Wälder, Seen, Flüsse und nochmal Wälder. Und gelbe Schilder, die vor Kollisionen mit Elchen warnen. Der Verkehr auf dem vierspurigen TCH dünnte aus, sobald ich die Avalon Peninsula hinter mir ließ. Tempomat an, Radio an! In Clarenville lernte ich Tim Hortons kennen, Kanada´s wohl beliebteste Kaffee-und-Doughnut-Kette, sie wurde in den sechziger Jahren vom gleichnamigen Eishockeyspieler gegründet. Mit Kaffee und Muffins an Bord wurde ich zum zweiten Mal an diesem ersten Tag dem TCH untreu. Ich wollte wissen, wie in Newfoundland ein Ort mit dem exotischen Namen Bonavista aussieht. Deshalb bog ich auf den Hwy. 230 ab und kurvte durch dichte Laub- und Nadelwälder bis zum Ende der Bonavista Peninsula. Plötzlich goss es wie aus Kübeln: Dass ich in Bonavista war, merkte ich nur dank des Ortsschilds. Von “bonavista” keine Spur. Am Leuchtturm hoch über der kabbeligen See riß der Himmel dankenswerterweise auf. Die Steilküste mit ihren grauschwarzen Felsen und der tosenden Brandung hatte Wow-Qualität. John Cabot, alias Giovanni Caboto, segelte 1497 in diesen Gewässern. Ihm wird der Ortsname zugeschrieben. Damals war das Wetter wohl besser.</p>
<p>Danach ging es durch den Terra Nova National Park. Auf einem Rastplatz standen Autofahrer um ein Autowrack herum, dass mit einem Elch Bekanntschaft gemacht hatte. Der Wagen war halb unter dem Elch hindurch gefahren, bis er mit der Windschutzscheibe zuerst gegen den Leib des Riesentieres krachte. Die Größe und Anatomie des Elches &#8211; und die Wucht des Aufpralls &#8211; konnte ich an der Wölbung des nach innen gebogenen Wagendaches ablesen .. Als ich 70 km später in Gander einlief, geisterte dieses Bild noch immer in meinem Kopf herum.</p>
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		<title>St. John`s/2</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 16:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ole's Reisetagebuch]]></category>
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		<description><![CDATA[War wohl nichts. Der TCH muss noch warten. Bin gestern abend glatt versackt. Erst war Abendessen bei Velma´s. Velma´s ist ein altmodischer Laden in der Water Street, mit Linoleumfußboden, Fischernetz-und-Anker-Dekor, Neonlicht und Sechziger-Jahre-Gardinen, kurz: hübsch-häßlich, zu real, um als Retro durchzugehen. Habe mich mit Fish `n Chips und Cod Tongues auf Newfoundland eingestimmt.

Die Kabeljauzungenspitzen kamen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-267" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns2/attachment/dsc_0295-e1276620976502/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-267" title="DSC_0295-e1276620976502" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0295-e12766209765021-224x150.jpg" alt="" width="224" height="150" /></a>War wohl nichts. Der TCH muss noch warten. Bin gestern abend glatt versackt. Erst war Abendessen bei Velma´s. Velma´s ist ein altmodischer Laden in der Water Street, mit Linoleumfußboden, Fischernetz-und-Anker-Dekor, Neonlicht und Sechziger-Jahre-Gardinen, kurz: hübsch-häßlich, zu real, um als Retro durchzugehen. Habe mich mit Fish `n Chips und Cod Tongues auf Newfoundland eingestimmt.</p>
<p><span id="more-130"></span></p>
<p>Die Kabeljauzungenspitzen kamen, gebraten und paniert, im Dutzend und schmeckten arg salzig. Ein Helles der Marke Quidi Vidi Premium Iceberg war nötig, um den Salzhaushalt zu beruhigen. Das Beste war Lorraine. Lorraine schaffte es, mir beim Servieren ihr ganzes Leben in vier Folgen &#8211; bei Bier, Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch &#8211; zu erzählen und als Zugabe noch diverse Reisetipps draufzulegen. Deshalb bin ich heute mittag nach Ferryland gefahren, aber davon später. Lorraine war es auch, die mir die George Street empfahl. Das ist die Kneipenmeile der Stadt, hier ist jeden Abend etwas los. Ich fing in der Fat Cat Blues Bar an, hörte dort Mick Davis und die Skinny Jims, zog dann nach Turkey Joe´s um und landete am Ende bei O`Reilly´s, wo Fergus O`Byrne irisch aufspielte.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-161" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns2/attachment/dsc_0162-350x234/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-161" title="DSC_0162-350x234" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0162-350x2341-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a> In vino veritas: An Aufbruch war heute morgen nicht zu denken. Habe deshalb, noch immer leicht ermattet, Lorraine´s Tipp befolgt, nach Ferryland zu fahren. Jetzt sitze ich im Schatten des Ferryland Lighthouse eine Stunde südlich von St. John´s und esse, während unter mir der Atlantik gegen die Felsen kracht, Curry Chicken Sandwich mit Obstsalat und Schokosahnetorte. Damit verwöhnen Jill Curran und Sonia O`Keefe alle, die zu Fuß bis zu dieser Stelle am Ende der schmalen Landzunge schaffen. “Lighthouse Picnics” heißt die charmante Geschäftsidee der beiden. Davor war ich noch kurz am Cape Race im äußersten Süden der Avalon Peninsula. Baumloses Land, eine andere Welt, habe landeinwärts sogar ein paar Karibus gesehen. Ich freue mich schon auf morgen. Morgen also. Dann wird´s ernst!</p>
<p><a rel="attachment wp-att-162" href="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/oles-reisetagebuch/st-johns2/attachment/dsc_0174-350x234/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-162" title="DSC_0174-350x234" src="http://www.meinkanada-reiseplaner.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/DSC_0174-350x2341-225x150.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a></p>
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