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Metropolen aktiv erleben

Schwitzen fürs bessere Ich

Endlich! Alle Buchungen sind erledigt, es kann losgehen. Nur eines bereitet Ihnen noch Sorgen. Daheim sind Sie aktiv. Drehen morgens ein paar Runden im Park, besuchen diese Ausstellung und jenes Konzert, nehmen aus Prinzip die Treppe statt den Aufzug. Diesen Lifestyle auch auf Reisen durchzuhalten, ist schwer, das wissen Sie aus Erfahrung: Wie oft kletterten Sie nach der Rückkehr schon auf die Waage und bereuten den Käsekuchen bitterlich?

Joggen

An Kanada soll‘s nicht liegen. Sich aus eigener Kraft fortbewegende Menschen gehören hier zum Stadtbild. Selbst auf dem Highway 510 an der Küste von Süd-Labrador werden Ihnen joggende Einheimische in atmungsaktiven Outfi ts begegnen. Fragen Sie einfach an der Rezeption nach den besten Wanderrouten (Trails). In Vancouver wird man Ihnen den Stanley Park und English Bay empfehlen, in Victoria Beacon Hill und Inner Harbor, in Montréal Mont-Royal und Parc Maisonneuve, in St. John`s den Signal Hill. Oder schlagen Sie gern zwei Fliegen mit einer Klappe? Dann nehmen Sie an einer geführten Jogging-Tour teil, bei der Sie zugleich die Stadt kennenlernen. In Montréal und Québec City geht das, in Toronto, Vancouver, Victoria und Calgary auch. Und wenn Sie die Herausforderung lieben und gerne gegen andere Läufer antreten, können Sie dies natürlich auch unterwegs in Kanada tun. Wann und wo die nächste Laufveranstaltung stattfi ndet, erfahren Sie online, und zwar im Internet- Portal des Magazinc „Canadian Running“ unter „Runs & Races“.

 

Joggingtouren, geführte oder individuelle

 

Strampeln

Auch als Radfahrer brauchen Sie Entzug nicht zu fürchten. Kanadas Metropolen, einst für Autofahrer gebaut, werden immer radfahrerfreundlicher. Bike Trails werden angelegt, Supermärkte mit Radständern versehen und Cafés mit Presslufthähnen. Die Stadtbesichtigung vom Fahrradsattel aus ist jetzt ein Kinderspiel. In Montréal schnappen Sie sich einfach eines von 5 000 „BIXIS“ und machen für fünf Dollar am Tag so viele halbstündige Radfahrten, wie Sie wollen. Hinauf zum Mont-Royal, durch Mile End, Plateau Mont-Royal und andere Trendviertel, und am historischen Lachine-Kanal entlang bis nach Lachine im Westen der Stadt. Dabei entdecken Sie Facetten dieser Stadt, die Ihnen sonst verborgen blieben. BIXI, ein Kunstwort aus „bicyclette“ und „taxi“, ist eine Montrealer Erfi ndung und Nordamerikas erfolgreichstes öffentliches Leihradsystem. 2011 kommt BIXI im Übrigen auch nach Toronto und Vancouver. Oder würden Sie lieber an einer geführten Radtour teilnehmen? Kein Problem: Profi lierte Veranstalter gibt es in jeder der kanadischen Großstädte.

 

Auf Leihrädern strampeln

 

Hiking

Wanderstiefel, Rucksack, Wasserfl asche? Und das mitten im Stadtgebiet? Sie lesen richtig. Wenn Laufen und Radeln Sie nicht auslasten, können Sie sich in zwei Städten auch als Gipfelstürmer betätigen. Der Signal Hill in St. John’s, ein 170 m hoher, die Hafeneinfahrt dominierender Felsklotz, bietet ein halbes Dutzend Trails zu fantastischen Aussichten. Am anderen Ende des Landes treibt Vancouvers Hausberg, der 1127 m hohe Grouse Mountain, auch gestandenen Hikern Tränen des Glücks in die Augen: Der „Grouse Grind“ überwindet auf 2,9 km Länge bis zu 56% Steigung und wird deshalb gern „Mother Nature’s Stairmaster“ genannt. Selbst in Toronto, wo weit und breit kein Berg in Sicht ist, können Sie sich quälen. Denn wenn Sie zufällig im April in der Metropole am Lake Ontario weilen, können Sie am einmal jährlich für den guten Zweck stattfi ndenden CN Tower Climb teilnehmen. Durchschnittshiker schaffen den höchsten Turm der westlichen Hemisphäre in 30–40 Minuten. Schaffen Sie es in unter 12 Minuten, werden Sie in die ewige Bestenliste eingetragen.

 

Hiking

 

Zu- und Aussteigen

Oder Sie benutzen systematisch die öffentlichen Verkehrsmittel. In den Metropolen sind sie vorbildlich. Obendrein haben Sie in Bussen und S-Bahnen ebenso viel Kontakt mit den Einheimischen wie auf dem Rad. Klettern Sie also in Toronto in eine der elf alten, rot-weißen Straßenbahnen und rumpeln Sie für rund drei Dollar auf 75 km Schienen durch Kanadas größte Stadt. Oder machen Sie’s wie täglich 700 000 Montrealer und nehmen „le Métro“. Die U-Bahn gehört dort zum urbanen Lifestyle wie Sushi und Latte Macchiato und bietet überdies Kunst – Untertage haben sich Montrealer Künstler verewigt, deshalb präsentiert sich jede Station in einem anderen Design. Überhaupt heißen die Kanadier jedes neue umweltfreundliche Verkehrsmittel in ihren Städten so begeistert willkommen, als hätten sie nur darauf gewartet. Die Canada Line, eine neue S-Bahn zwischen Flughafen und Downtown Vancouver, war auf Anhieb so erfolgreich, dass ihr sogar ein ganzer Reiseführer über Attraktionen in Fußgängernähe gewidmet wurde!

 

Zu- und Aussteigen: Unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln

 
 

Gehen und Essen? Essengehen?

 

Shopping

Beidhändiges Tütenschleppen, riskantes Stretching in engen Umkleidekabinen, die (Einkaufs-)Meile in rekordverdächtigen fünf(!) Stunden: Doch doch, auch Shopping kann ganz schön an die Substanz gehen. In Kanadas Einkaufsparadiesen Montréal, Toronto und Vancouver können Sie sich der ultimativen, „extreme shopping“ genannten Herausforderung des urbanen Kanadas am besten stellen. Was irgendwo auch ganz apropos ist, angesichts der Tatsache, dass vier Fünftel der Kanadier in Städten leben und damit eine der urbanisiertesten Gesellschaften der Welt bilden.

Und wo nun genau sich dem Konsumrausch ergeben? In Montréal in Alt- Montréal, rund um die Rue Ste-Cathérine in Centre-Ville und in Laval, in Toronto in den Neighbourhoods und natürlich im schon legendären Eaton Center, und in Vancouver an der Robson Street in Gastown, Yaletown, auf Granville Island und am Commercial Drive.

Gehen und Essen? Oder Essengehen? Hunger? Verbinden Sie Ihren Workout ruhig mit ein bisschen Sünde und verbuchen Sie diesen „Fehltritt“ unter „Mein schönstes Reiseerlebnis“. In Vancouver können Sie auf geführten kulinarischen Touren durch Chinatown und Granville Island den Facettenreichtum der Northwest Coast Cuisine kennenlernen und selbst eine Gourmet-Kajaktour durch die vorgelagerten Gulf Islands buchen. In Montréal, wo jeder Bürger ein Feinschmecker ist, können Sie sich durch Little Italy essen oder in Vieux-Montréal verzehren, was einst die Ureinwohner und Kolonisten Neu-Frankreichs konsumierten.

Und in Toronto führt Sie ein stadtbekannter Historiker und Schauspieler durch das kulinarische Epizentrum der Millionenstadt. Der St. Lawrence Market ist Montreals Marché Jean-Talon, ist Vancouvers Granville Public Market. Das vielleicht Allerschönste ist, dass nach dem Genuss von mennonitischem Bienenstich und portugiesischem Weißbrot Schuldgefühle gar nicht erst aufkommen. Denn Sie wissen: Den Kalorienüberschuss werden Sie ja morgen wieder abbauen.

 
 
 

Ausgewählte Reiseanbieter

Hier finden Sie eine Auswahl von Reiseanbietern, die individuelle Reisepakete nach Kanada anbieten.