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Hat Sie dies schon einmal von einer Reise nach Kanada abgehalten? Sie studieren die Landkarte und stellen fest, dass Sie dort nicht Hunderte, sondern Tausende von Kilometern zurücklegen müssten. Sie selbst schreckt das nicht, im Gegenteil. Sie würden ja gern, Ihr Partner auch, schließlich träumen Sie beide schon lange von einem Roadtrip. Aber die Kinder? Sie erinnern sich an die letzte gemeinsame Autofahrt. Die war nur 150 Kilometer lang, aber der reinste Horrortrip. Wenn sie sich nicht stritten, maulten die Kinder herum, simsten mit Freunden oder zappten sich betont gelangweilt durch ihre iTunes. Wie sollen Sie sie da erst in Kanada bei der Stange halten?
Keine Sorge. Kanada ist zu jeder Jahreszeit ein toller Abenteuerspielplatz. Bestehen Sie mit Ihren Kindern „Mutproben“: Wer wagt sich in Toronto zuerst auf den 342 Meter hohen Glasboden im CN Tower? Wer traut sich zuerst über die wackelige Capilano Suspension Bridge in Vancouver? Und wer setzt sich in Montréal im Jetboat in die erste Reihe, wo man garantiert pitschnass wird? Kanadas Städte bieten reichlich Kurzweil. Die Museen z.B. sind alles andere als staubig. Im Musée Pointe-à-Calliere steigen Sie in die düstere Unterwelt Montréals ab. Im UBC Museum of Anthropology in Vancouver inspizieren Sie die geheimnisvollen Langhäuser der Nordwestküsten-Indianer. Im Halbdunkel des Royal Tyrell Museum in Drumheller (Alberta) wandeln Sie zwischen gewaltigen Dinosaurier-Skeletten und in Museumsdörfern wie Fort William (Ontario), L’Anse-aux-Meadows (Neufunland), Ste-Marie-amongthe-Hurons (Ontario), Upper Canada Village (Ontario) und Louisbourg (Nova Scotia) werden Sie „echten“ Trappern, Missionaren, Soldaten und Wikingern begegnen.
Die spannendsten Geschichten werden die Kids aus der Natur mitbringen. Das Camping, die Nacht am Lagerfeuer – Mensch, war das cool, und wie der Wolf in dieser Nacht geheult hat... Wie wir vorm Zubettgehen den Proviant bärensicher in die Baumkronen gehievt haben und wie wir nachts bei jedem verdächtigen Geräusch noch tiefer in die Schlafsäcke gerutscht sind... Und wie wir vom Kanu aus Elche, Biber und Fischadler gesehen haben und an der Küste die Atemfontäne eines Wals zu uns hinüberwehte und alle „igitt“ riefen, weil das nach halbverdautem Krill stank... Und wenn Sie unterwegs an einem Indianer-Pow-Wow vorbeikommen, gehen Sie ruhig hin. Vielleicht wird Ihr Sohn dort zum Tanz eingeladen. Wenn er sich gut dabei anstellt, werden ihm die Cree/Ojibwa/Blackfoot unter Umständen einen neuen Namen schenken. „Wind in his Pants“ vielleicht, weil er den Tanz zu Ehren von Mutter Erde in seinen Schlabberhosen absolviert hat...
Sie sehen: Ihre Sorgen sind unbegründet. In Kanada ist schwer was los. So viel, dass Sie sogar damit rechnen müssen, dass Ihre Kinder am Ende gar nicht zurückwollen...