Entdecken Sie Kanada!
Kanada Reiseplaner 2010

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Highlight!
  • Tombstone Mountains: Trekking im Tombstone Territorial Park
  • Besichtigung der Goldrausch-Stätten in Dawson
  • Dawson City Museum
  • Paddeltour auf dem Yukon River
  • Our Lady of Victory Church („The Igloo Church“) in Inuvik
Fernglas!
  • Schwarzbären und Silberfüchse rund um Pelly Crossing
  • Elche und Wasservögel rund um Steward Crossing
  • Grizzlybären in den Tombstone Mountains
  • Karibuherden am Dempster Highway
Essen!
  • Klondike Kate’s Restaurant (Dawson)
  • Sourdough Saloon im Downtown Hotel(Dawson)

Kanadas Norden:
Lockruf der Freiheit

Hatten die Alten etwa doch Recht? In Yellowknife ist die Welt so flach wie eine Scheibe. Zumindest wenn Sie in der Hauptstadt der Northwest Territories aus dem Flugzeug steigen und sich noch auf dem Rollfeld ein erstes Mal umschauen. Die Baumlinie am Rand des Airports ist, zwischen Daumen und Zeigefinger, ganze zwei Zentimeter hoch, und auch die Flughafengebäude sind – in der sauberen Luft zeichnen ihre Konturen messerscharfe Linien – nicht viel höher. Gleich darüber wölbt sich das endlose Blau des Himmels und unwillkürlich fühlen Sie sich klein und unbedeutend. „Schlechtes Wetter im Anmarsch“, hat die Stewardess im Flugzeug gesagt. „Hier kann man nie wissen“, fügte die Krankenschwester hinzu. Und der alte Dene-Indianer empfahl, für jedes Wetter gerüstet zu sein, und gab dann noch eine Bärengeschichte zum besten.

Hatten die Alten etwa doch Recht? In Yellowknife ist die Welt so flach wie eine Scheibe. Zumindest wenn Sie in der Hauptstadt der Northwest Territories aus dem Flugzeug steigen und sich noch auf dem Rollfeld ein erstes Mal umschauen. Die Baumlinie am Rand des Airports ist, zwischen Daumen und Zeigefinger, ganze zwei Zentimeter hoch, und auch die Flughafengebäude sind – in der sauberen Luft zeichnen ihre Konturen messerscharfe Linien – nicht viel höher. Gleich darüber wölbt sich das endlose Blau des Himmels und unwillkürlich fühlen Sie sich klein und unbedeutend. „Schlechtes Wetter im Anmarsch“, hat die Stewardess im Flugzeug gesagt. „Hier kann man nie wissen“, fügte die Krankenschwester hinzu. Und der alte Dene-Indianer empfahl, für jedes Wetter gerüstet zu sein, und gab dann noch eine Bärengeschichte zum besten.

Kanadas Norden ist jedoch noch mehr. Sie werden staunen, wie leicht Sie hier mit den Menschen ins Gespräch kommen. Und dabei vom Charme des einfachen, langsameren Lebens verzaubert werden. Wer hier oben lebt, hat gute Gründe dafür. Jenseits beruflicher Kosten-Nutzen-Rechnungen erlebt der Norden dieser Tage doch einen Run auf seine Mineralien, aber immer noch an vorderster Stelle: die persönliche Freiheit und die grandiose Abwesenheit eingefahrener, unveränderbarer Strukturen. Improvisieren ist im Norden fester Bestandteil des Alltags. Probleme löst man selbst oder mit dem Nachbarn, mit dem man es sich besser nicht verdirbt, denn früher oder später wird man ihn mit Sicherheit brauchen. Diamanten-Prospektoren und Goldsucher, Buschpiloten und Outfitter, Ärzte, Taxifahrer, River Guides: Zeit für einen Schnack ist immer – nehmen Sie sie sich also ruhig und hören Sie den Lebensgeschichten dieser Menschen zu. Denn eines ist sicher: Am Ende Ihrer Trips in den Norden werden auch Sie ein „Story Teller“ sein. Und spannnende Geschichten auf Lager haben...

Reiseroute

Im Auto bis fast ans Eismeer: Nur im äußersten Nordwesten Kanadas kann man das. Diese Tour führt von den letzten Vorposten der Zivilisation über den Polarkreis und weiter durch eine immer unglaublichere Wildnis bis zu der Inuit-Siedlung Inuvik (Northwest Territories) im Mackenzie Delta. Der ultimative Roadtrip.

Eigentlich beginnt der Klondike Highway in Skagway (Alaska). Die meisten Nordland-Fahrer verstehen unter dem Klondike Trail jedoch den im Yukon Territory liegenden Abschnitt zwischen Whitehorse und Dawson, den Abenteurer aus aller Welt während des Goldrausches am Klondike in den 1890er Jahren benutzten. Nördlich von Whitehorse begleitet der Klondike Trail, heute eine angenehme, kaum befahrene zweispurige Straße, zunächst den schönen Lake Laberge, der eigentlich eine Ausbeulung des Yukon River ist. Die wenigen Nester, nicht viel mehr als ein paar Häuser und verfallene Hütten, atmen Goldrauschgeschichte. Carmacks an der Mündung des Nordenski in den Yukon River liegt auf halbem Weg nach Dawson und trägt den Namen eines der Entdecker der Goldfelder am Klondike. Pelly Crossing und Steward Crossing sind winzige Versorgungsstationen. Kurz hinter McQuesten wirkt das Land auch mehr als 100 Jahre nach dem Goldrausch wie auf links gedreht. Dawson, heute von weniger als 1327 Menschen bewohnt, hatte auf dem Höhepunkt des Klondike Goldrausches 1898 mehr als 40 000 Einwohner. Boardwalks über den staubigen Straßen und alte Frontierarchitektur erinnern hier bis heute an die wilden Zeiten.

Wollen Sie weiter nach Norden, biegen Sie in Steward Crossing auf den Dempster Highway ab. Die 740 Kilometer lange, 1979 nach 20-jähriger Bauzeit eröffnete Schotterstrecke wurde zur Erschließung der Öl- und Gasvorkommen in den Eagle Plains und der Beaufort Sea angelegt und ist die einzige den Polarkreis überquerende Straße Kanadas. Zunächst überquert sie die Höhenzüge der Tombstone, Richardson und Ogilvie Mountains, dann kurvt sie nach und nach in die feuchte Niederung des ausgedehnten Mackenzie River Deltas hinab. In dem auf halbem Weg liegenden „Nest“ Eagle Plains können Sie tanken und gegebenenfalls übernachten – auf dem Polarkreis! Die einzige andere nennenswerte Häuseransammlung heißt Fort McPherson und liegt nur noch 120 Kilometer südlich von Inuvik. 1852 begann diese Siedlung als Handelsposten der Hudson Bay Company und wird heute mehrheitlich von Gwich’in-Indianern bewohnt. Inuvik schließlich ist der nördlichste mit dem Auto erreichbare Punkt in Kanada. Nahezu alle der Häuser der erst 1954 gegründeten Gemeinde stehen auf Pfählen über dem Permafrostboden. Mit einer Mehrheit von Inuit und Indianern bewohnt, ist Inuit Ausgangspunkt für Touren nach Tuktoyaktuk am Eismeer und spektakuläre Flüge über das Mackenzie River Delta.