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Endlose Ebenen und Meere aus sanften Hügeln, darüber „the big sky“, ein Himmel, dessen wahrhaft ausladende Maße kaum anders zu beschreiben sind: Diese Tour durch die Prärieprovinzen des Landes präsentiert die weniger bekannte Mitte des Landes.
Einst zogen riesige Büffelherden durch dieses Land. Indianer von den Stämmen der Cree, Sioux und Assiniboine zogen ihnen nach, und später die Büffeljäger der Métis. Heute werden die kanadischen Plains landwirtschaftlich genutzt und vom Trans Canada Highway durchquert. Von Winnipeg aus fahren Sie auf dem Trans Canada Highway (TCH) zunächst nach Westen, wobei Sie moderne landwirtschaftliche Zentren wie Portage La Prairie und Brandon passieren. Gönnen Sie sich kurz vor Brandon einen Abstecher in den südlich liegenden Spruce Woods Provincial Heritage Park. Das Wildnisgebiet schützt ein unberührt gebliebenes Stück Manitoba. Westlich von Brandon übernimmt hügeliges Farmland die Regie, kreuzt der TCH den Assiniboine River. Erst in Saskatchewan wird das Land wieder flach wie ein Brett. Vor der Ankunft in Regina, der Hauptstadt der Provinz, sollten Sie auch einen Abstecher in den hübschen Fort Qu’Appelle am Highway 10 machen.
Nach dem Stopover in Regina geht es weiter in nordwestlicher Richtung. Saskatoon, die größte Stadt der Provinz und Sitz der University of Saskatchewan, liegt im Herzen eines riesigen Weizenanbaugebietes. Danach strebt der Highway 11 nach Norden. Machen Sie einen kleinen Abstecher zur Batoche National Historic Site, wo im 19. Jahrhundert der Widerstand der Métis gegen die Regierung ein blutiges Ende fand. Prince Albert ist ein relativ unscheinbarer Flecken, aber dank seiner Motels eine gute Basis für Touren im nahen Prince Albert National Park. Parks Canada schützt hier ein besonders schönes, unberührtes Übergangsgebiet zwischen Prärie und borealem Mischwald. Wandern sowie Paddeln und Schwimmen in den zahlreichen klaren Seen gehören zu den Hauptattraktionen des Parks.
Zurück nach Winnipeg geht es auf den Highways 20 und 5 durch fruchtbares Farmland. Unterwegs lohnt Yorkton das Aussteigen. Hier hat die ukrainische Gemeinde mit der silbernen Kuppel der St. Mary’s Ukrainian Catholic Church ein weithin sichtbares Zeichen ihrer Anwesenheit erbaut. Auch weiter östlich, in Dauphin, haben die ukrainischen Pioniere Spuren hinterlassen: Ihr alljährlich hier im August stattfindendes National Ukrainian Festival gehört zu den beliebtesten der Provinz.