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„Der Weg, der geht“, nannten die Indianer den mächtigen St.-Lorenz-Strom. Den geschichtsträchtigen Wasserweg durch die Provinz Québec säumen idyllische Städte und Dörfer. Und einige der schönsten Wildnisgebiete Kanadas.
Indianer, Entdecker, Missionare und Pelzhändler, Soldaten, Siedler und Touristen: Der vom Atlantik aus ins Herz des Kontinents führende St.-Lorenz-Strom hat viel erlebt, an seinen Gestaden wurde einst Neu-Frankreich gegründet. Beginnen Sie Ihre Reise in Québec City. Verlassen Sie die alte Hauptstadt von „Nouvelle France“ auf der die Südküste begleitenden Autoroute 20. Bis Rivière-du-Loup bietet die als Trans Canada Highway ausgewiesene Schnellstraße viele reizvolle Abstecher zu charmanten Ortschaften und herrlichen Aussichten. Im behaglichen Montmagny lohnt das der Wanderung der Schneegänse gewidmete Centre des Migrations das Aussteigen. St-Jean-Port-Joli ist berühmt für seine Holzschnitzer, von Rivière-du-Loup aus können Sie ein und mehrtägige Ausfl üge auf die unbewohnten Inseln im Strom unternehmen und Belugawale und Robbenkolonien beobachten. Hinter Rivière-du-Loup geht die Autoroute 20 in die zweispurige Rte.132 über. Setzen Sie in Trois-Pistoles auf die Ile-aux-Basques über und schauen Sie sich dort die Öfen der baskischen Walfänger aus dem 16. Jahrhundert an. In der Hafenstadt Rimouski erinnert die Site historique maritime dela Pointe-au-Père an die „Empress of Ireland“, die hier 1914 unterging und über 1000 Menschen in den Tod riss. Die botanischen Gärten von Grand-Métis sind in dem rauer werdenden Klima eine Überraschung, die Lachsleitern mitten im Krabbenfischerhafen Matane ein guter Ort zur Beobachtung der muskulösen Schwimmer. Die Stadt ist im Übrigen das Tor zur herben Gaspé-Halbinsel. Nur an den Rändern bewohnt und im unwegsamen Innern so gut wie menschenleer, ist sie ein Outdoor-Spielplatz für Naturfreunde. Viele der Ortschaften, u. a. Cap-Chat und Mont-St-Pierre, bieten spektakuläre Blicke auf die felsige Nordküste der Halbinsel. Höhepunkte der Gaspé-Rundfahrt sind der Besuch des schönen, von Wanderwegen durchzogenen Parc national de Forillon und der Künstlerkolonie Percé am östlichen Punkt der Halbinsel. Die wenig dramatische Südseite ist ländlich geprägt, weist mit Sehenswürdigkeiten wie dem Musée acadien du Québec in Bonaventure und dem Centre de l’Heritage britannique de la Gaspésie in New Richmond erstklassige, dem kulturellen Erbe der Region gewidmete Museen auf. Durch das enge Tal des lachsreichen Matapédia geht es an der Ortschaft Causapscal vorbei zurück an den St.-Lorenz-Strom. In Rivière-du-Loup setzen Sie mit der Autofähre nach St-Siméon am Nordufer über – vielleicht sichten Sie unterwegs Wale! Die Panoramastrecke Route 138 führt Sie von hier aus immer die Küsten entlang durch die Bergregion Charlevoix. Highlights sind das Städtchen La Malbaie mit dem historischen Resort Pointe-au-Pic, und das für seine Kunstszene und Künstler-Bohème berühmte Städtchen Baie-St-Paul. Kurz vor Québec lohnt Ste-Anne-de-Beaupré noch einmal das Aussteigen. Die hiesige Basilika zählt zu den bedeutendsten Pilgerzielen Nordamerikas und verfügt über ein zutiefst beeindruckendes Interieur.